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Das Zahnimplantat

Bei Verlust eines oder mehrerer Zähne werden heute häufig gewebefreundliche Ersatzwurzeln(Zahnimplantat) eingepflanzt.
Die im Kieferknochen verankerten Ersatzwurzeln bilden das Gerüst für festsitzende neue Zähne. Diese Ersatzwurzeln sind die sogenannten Implantate, von denen wir hier sprechen. Es gibt viele verschiedene Implantat-Systeme. In der Regel bestehen die Implantate aus Titan, heute gibt es auch keramisch beschichtete Titanimplantate, und seit relativ kurzer Zeit sogar Implantate aus Keramik, aus dem sehr belastbaren Zirkonoxid. Dieser neue Werkstoff lässt allerdings , zumindest zur Zeit, nur einteilige Implantate zu. Was das bedeutet darauf kommen wir später noch zu sprechen. Heutige Implantate sind "schulmedizinisch" biokompatibel und werden nach internationalen Qualitätsnormen gefertigt.

Die wichtigste Voraussetzung für das Zahnimplantat ist eine Mindestknochensubstanz, oder Mindestknochenangebot des Kiefers, will heißen, ist der Knochen zu schmal und zu niedrig, können wir erst einmal kein Zahnimplantat setzen.
Grundsätzlich richtet sich die Größe und Form eines Implantates nach den individuellen Voraussetzungen des Kiefers des zu behandelnden Patienten. Allerdings ist es heute möglich, fehlenden Knochen aufzubauen, man nennt das eine Knochenaugmentation. Durch die medizinische Entwicklung in der dentale Implantologie ist es möglich, in vielen Fällen ein ausreichendes Knochenangebot aufzubauen.

Eingesetzt als Knochenersatzmaterialien werden körpereigener Knochen, körpereigene Proteine und Wachstumsstoffe.
In den letzen Jahrzehnten haben Langzeitstudien und klinische Erfahrungen betreff dentale Implantologie Einblick in die Reaktionsweise des Körpergewebes nach Einpflanzung von Implantaten geben können . So konnte die Erfolgsrate der direkten Implantatsetzungen und die Verweildauer deutlich verbessert werden. Im Klartext heißt das, das in ca. 95% das gesetzte Zahnimplantat einheilen konnte, nach 5 Jahren noch ca.92% der Implantate in Situ sind, und nach 10 Jahren sind immerhin noch fast 90%.der Implantate im Munde der Patienten.

Voraussetzung für diese erstaunlich guten Zahlen in der dentale Implantologie sind aber sorgfältigste operativer Technik und, extrem wichtig, die maximal möglich Qualität in der prothetischen Versorgung. Eine schlampig, oder billig gemachte Krone auf einem Zahnimplantat ist der Anfang vom Ende. Nur eine prothetische Versorgung, ob Krone, Brücke oder Prothese, die sich genau an die Erfordernisse eines gnathologisch gefertigten Zahnersatzes hält, kann auf Dauer seine Arbeit mit einer "künstlichen Wurzel" erfüllen. Beim Kauen werden große Kräfte freigesetzt, nur wenn Statik und die Berücksichtigung der Bewegungsabläufen stimmen, kann das ZAhnimplantat den Kräften standhalten.
Zur Information über die hier wirkenden Kräfte, es werden Drücke von bis zu 80kg pro Quadratzentimeter erreicht.
Der Kaumuskel ist gemessen ans einer Größe der kräftigste Muskel des menschlichen Körpers, der auch ständig auf Hochleistungsniveau trainiert wird.

Um zu verdeutlichen was hier wirklich passiert ein Vergleich:
Nehmen Sie einen Holzbleistift, stecken Sie Ihn zwischen die Backenzähne, und beißen Sie kräftig zu..... Sie werden den Bleistift mit Leichtigkeit zermalmen, mit eine einzigen kräftigen Aktion Ihres Kaumuskels. Jetzt nehmen Sie den Rest des Bleistifts, legen Ihn auf eine Unterlage, nehmen ein großes Küchenmesser und versuchen Ihn, nur mit Druck auf das Messer, durchzuschneiden. Viele kommen aus Angst, das sich die stumpfe Seite der Klinge eventuell in Ihrer Hände schneidet gar nicht so weit, und lassen den Versuch sein. Machen Sie diesen Versuch, und dann haben Sie eine Vorstellung von den Kräften die beim Kauen auftreten, und die das Zahnimplantat, die "künstliche Wurzel", auffangen muss, und bedenken Sie das diese Teile sehr klein sein müssen.
Bild:Titanimplantat
Quelle:CAMLOG
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